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Krankenhausbehandlung

Spitäler stellen die Versorgung von Patientinnen und Patienten sicher, die akut oder chronisch krank sind und spezielle medizinische Betreuung brauchen. Man unterscheidet zwischen öffentlichen und privaten Spitälern. Ein Krankenhausaufenthalt kann stationär, ambulant oder tagesklinisch erfolgen.

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Nicht jeder Patient bzw. jede Patientin muss in einem Spital stationär aufgenommen werden. In einem Großteil der Krankenhäuser gibt es Fach- oder Spezialambulanzen, die für die Notversorgung rund um die Uhr zuständig sind. Dort werden Patientinnen und Patienten behandelt, die nicht über Nacht im Krankenhaus bleiben (außer, es ist medizinisch notwendig).

Jeder Patient bzw. jede Patientin hat Anspruch auf die Aufnahme in die allgemeine Gebührenklasse des nächstgelegenen geeigneten öffentlichen Krankenhauses.

Wenn eine Behandlung im Spital notwendig ist, übernimmt die SGKK für ihre Versicherten und für deren mitversicherte Angehörige die Kosten für einen Aufenthalt in der allgemeinen Gebührenklasse, solange es die Krankheit notwendig macht. Besonders bei aufwendigen Operationen oder langen Krankenhausaufenthalten könnte dies sonst zu enormen finanziellen Belastungen der Versicherten führen. 

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Kosten eines Spitalsaufenthaltes

Die Kosten des stationären Aufenthaltes werden direkt zwischen dem Krankenhaus und der SGKK verrechnet.

Als Patient hat man allerdings eine Kostenbeteiligung zu leisten, die pro Bundesland unterschiedlich hoch ist.

  • Von den Krankenanstalten wird für die Verpflegung (für maximal 28 Tage pro Kalenderjahr) ein sogenannter Spitalskostenbeitrag eingehoben. Dieser Beitrag ist keine Einnahme der Krankenkasse, sondern ist rein für das Spital bestimmt.
  • Versicherte, die von der Rezeptgebühr befreit sind, sind auch vom Spitalskostenbeitrag befreit.
  • Bei Angehörigen muss für maximal 28 Tage pro Jahr ein Kostenbeitrag von 10 % eines festgelegten Pflegegebührensatzes geleistet werden. Sämtliche Krankenhauskosten (zB für Operationen, Medikamente, Unterbringung) sind damit abgegolten.

 

Kommt es auf Grund einer Entbindung zum Krankenhausaufenthalt, müssen Versicherte (bzw. deren anspruchsberechtigte Angehörige) keine Kostenbeteiligung leisten.

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Sonderklasse

Wenn Sie auf eigenen Wunsch in der Sonderklasse verpflegt werden, stellt Ihnen das Krankenhaus den Differenzbetrag von der allgemeinen Gebührenklasse auf die Sonderklasse in Rechnung. Die anfallenden Mehrkosten (z.B. für Einzelzimmer, Arztwahl, Sonderpflegegebühren) sind privat zu zahlen und werden von der SGKK nicht übernommen oder ersetzt.

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Begleitperson

Begleiten Sie Ihr Kind bei einem stationären Aufenthalt im Krankenhaus, können von der SGKK die Kosten für Ihre Unterbringung und Verpflegung nicht übernommen werden.

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Privatkrankenanstalt

Die SGKK leistet Beiträge an den privaten Krankenanstaltenfinanzierungsfonds (PRIKRAF). Durch diese Zahlung sind die Kosten

  • der Unterkunft,
  • der Verköstigung,
  • der Pflege,
  • der ärztlichen Untersuchung und Behandlung,
  • sowie der Bereitstellung von allen erforderlichen Heilmitteln abgegolten.

Darüber hinaus kann keine Kostenübernahme durch die SGKK erfolgen.

Werden Versicherte auf eigenen Wunsch in einer privaten Krankenanstalt behandelt, die über keine allgemeine Gebührenklasse verfügt, werden sie bei der Aufnahme ausdrücklich darauf hingewiesen und schriftlich verpflichtet, die verbleibenden Mehrkosten zu übernehmen. Diese Kosten und die Sonderklassegebühren müssen Versicherte selbst, gegebenenfalls ihre Privatversicherung, übernehmen.