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Beitragspflicht für Angehörige

Seit 1. Jänner 2001 besteht für bestimmte (ursprünglich) beitragsfrei mitversicherte Angehörige die gesetzliche Verpflichtung zur Entrichtung eines sogenannten Zusatzbeitrages.

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 Die beitragspflichtige Mitversicherung "trifft" unter bestimmten Voraussetzungen:

  • Ehegatten/ Ehgegattinnen oder eingetragene Partner/Partnerinnen
  • haushaltsführende Personen


Die Leistung eines solchen Zusatzbeitrages ist ab Beginn der Mitversicherung,
also mit z.B. Heirat, gesetzlich zwingend vorgesehen.

Info

Achtung: Maßgeblich ist nicht das Datum der Antragstellung auf Mitversicherung, sondern der gesetzliche Beginn. Dies kann zu einer rückwirkenden Beitragsleistung führen.

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Unter welchen Voraussetzungen ist kein Zusatzbeitrag zu bezahlen?

Der Zusatzbeitrag ist für die Dauer ihrer Mitversicherung nicht zu bezahlen:

  • wenn sie sich aktuell der Erziehung des/r im gemeinsamen Haushalt lebenden Kindes/r (auch Wahl-, Stief- und Pflegekinder oder Enkel ) widmen. Hierfür ist die Hausgemeinschaft mit dem Kind ausreichend, auch wenn daneben eine Beschäftigung ausgeübt wird.
  • wenn sie sich in der Vergangenheit mindestens 4 Jahre hindurch der Erziehung
    eines oder mehrerer im gemeinsamen Haushalt lebenden Kinder gewidmet haben. Hierfür war die Hausgemeinschaft mit dem Kind ausreichend, auch wenn daneben eine Beschäftigung ausgeübt wurde.
  • wenn sie selbst Anspruch auf Pflegegeld zumindest in der Höhe der Stufe 3 haben.
  • wenn sie den Versicherten unter ganz überwiegender Beanspruchung ihrer Arbeitskraft (mindestens 30 Wochenstunden)  pflegen und dieser zumindest
    Anspruch auf Pflegegeld in der Höhe der Stufe 3 hat.
  • bei sozialer Schutzbedürftigkeit:
    Eine soziale Schutzbedürftigkeit liegt vor, wenn das monatliche Nettoeinkommen
    des Versicherten den Ausgleichszulagenrichtsatz für Ehepaare nicht übersteigt.


Außerdem ist während der Bezugsdauer von

  • Krankengeld
  • Wochengeld
  • Karenzgeld
  • Arbeitslosengeld
  • Notstandshilfe kein Zusatzbeitrag zu leisten.
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Beitragsvorschreibung

Der Zusatzbeitrag in der Höhe von 3,4 % der Beitragsgrundlage des Versicherten wird von der SGKK vorgeschrieben und ist vom Versicherten zu entrichten, nicht vom Angehörigen. Der Zusatzbeitrag wird monatlich abgerechnet.

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Beitragsgrundlage

Je nach Art der Versicherung werden entsprechende Beitragsgrundlagen für die Berechnung des Zusatzbeitrages herangezogen.

  • Dienstnehmer bzw. Versicherte der sozialen Krankenversicherung:
    Sozialversicherungspflichtiges Erwerbseinkommen inklusive Sonderzahlungen.
    Hier wird die beim Hauptverband zuletzt gespeicherte Beitragsgrundlage des zweitvorangegangenen Kalenderjahres aus allen Beschäftigungsverhältnissen herangezogen. Sind derartige Grundlagen noch nicht vorhanden, wird das aktuelle Erwerbseinkommen berücksichtigt.
  • Krankenversicherte Pensionisten:
    Aktueller monatlicher Pensionsbezug zuzüglich der Sonderzahlungen
  • Selbstversicherte in der Krankenversicherung:
    Die für die Selbstversicherung herangezogene Beitragsgrundlage
    gilt als Berechnungsgrundlage.

  • Mehrfachversicherte:
    Im Falle einer Mehrfachversicherung ist der Zusatzbeitrag
    aus jedem einzelnen Beschäftigungsverhältnis zu zahlen.

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Was passiert mit dem Zusatzbeitrag?

Wir weisen Sie darauf hin, dass der Zusatzbeitrag nicht beim Krankenversicherungsträger verbleibt, sondern über den Weg der Krankenanstaltenfinanzierung in das Bundesbudget fließt.