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Wahlarztrechnungen

Wahlärzte sind Ärzte, die keinen Vertrag mit der SGKK haben. Deshalb ist bei einer Behandlung durch Wahlärzte das Honorar dem Arzt vorerst selbst zu zahlen.

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Voraussetzungen für eine Kostenerstattung

Um eine Kostenerstattung bei der SGKK beantragen zu können, müssen Sie dem Wahlarzt bzw. der Wahlärztin das Honorar bezahlt haben.

Nach Bezahlung des Honorars können Sie bei der SGKK eine Kostenerstattung beantragen. Der Antrag auf Kostenerstattung muss spätestens 3,5 Jahre nach dem Behandlungsdatum einlangen, sonst ist der Anspruch auf Kostenerstattung verfallen.

Dem vollständig ausgefüllten Antrag auf Kostenerstattung legen Sie bitte die Honorarnote und die Zahlungsbestätigung bei (Zahlungsbestätigung auf der Rechnung, Zahlungsabschnitt bei Überweisungen, Auftragsbestätigung bei elektronischer Überweisung).


Die Honorarnote muss folgende Angaben enthalten:

1. Vor- und Familienname des/der Anspruchsberechtigten,

2. Versicherungsnummer,

3. Wohnadresse,

4. bei Behandlung von anspruchsberechtigen Angehörigen die unter Z 1 bis 3 angeführten Personaldaten des bzw. der Angehörigen,

5. das Ausstellungsdatum,

6. genaue Angaben über die ärztlichen Leistungen (Diagnose und Therapie, Zahl der Ordinationen/Visiten/Nachtordinationen, Sonderleistungen),

7. das Datum, an dem die Leistungen erbracht wurden, bei Nachtvisiten und Nachtordinationen auch die Uhrzeit

Mit Privathonorarnoten von Radiologen, Großlaboren, Pathologen und sonstigen Leistungserbringern, die nur über Zuweisung in Anspruch genommen werden können, müssen zusätzlich zu den oben angeführten Unterlagen die (bewilligten) Überweisungsscheine eingereicht werden.

Um eine Kostenerstattung für diverse Operationsleistungen beantragen zu können, ist die Vorlage des histologischen Befundes erforderlich. Bitte legen Sie die histologischen Befunde (gegebenenfalls auch Operationsberichte) bei der Antragstellung den restlichen Unterlagen bei.

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Beschränkungen und Ausschluss der Kostenerstattung

Leistungen, die auch ein gleichartiger Vertragsarzt nicht verrechnen könnte (Verrechnungsbeschrän­kungen) werden grundsätzlich auch bei einem Wahlarzt nicht erstattet. Ebenso werden mengenbezogene Honorarkürzungen (Rabattbestimmungen), die für Vertragsärzte gelten, analog bei der Kostenerstattung angewendet.

Mit Ausnahme von Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen kommt eine Kostenerstattung nur in Betracht, wenn eine Krankheit bzw. ein konkreter Krankheitsverdacht vorliegt. Für bloße Routineuntersuchungen bzw. Screenings erfolgt in der Regel keine Kostenerstattung.

Werden Leistungen in auffälliger Intensität verrechnet, wird der Fall zur Begutachtung dem Ärztlichen Dienst der SGKK vorgelegt, der fallweise einige Leistungen als medizinisch nicht notwendig beurteilt, für die dann auch keine Kostenerstattung erfolgt.

Eine Kostenerstattung ist grundsätzlich dann ausgeschlossen, wenn Sie als Versicherter für ein und denselben Versicherungsfall (dieselbe Krankheit) innerhalb eines Quartals zugleich einen Allgemeinmediziner/Facharzt als Wahlarzt und einen Allgemeinmediziner oder Facharzt des gleichen Fachgebietes als Vertragsarzt in Anspruch nehmen.

Für Privathonorarnoten von Vertragsärzten, Vertragsgruppenpraxen oder sonstigen Vertragspartnern gebührt keine Kostenerstattung (§ 131 Abs. 1 ASVG iVm § 29 der Krankenordnung der SGKK), davon ausgenommen sind Kostenzuschüsse laut Satzung der SGKK.

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Höhe der Kostenerstattung

Ausgangspunkt für die Berechnung der Kostenerstattung sind jene Tarife, die zwischen der Salzburger Gebietskrankenkasse und der Ärztekammer für Salzburg für Vertragsärzte vereinbart wurden und nicht die Höhe der Privathonorare eines Wahlarztes.

Die Kostenerstattung erfolgt in der Höhe von 80 Prozent jenes Tarifes, den ein Vertragsarzt für dieselbe Leistung erhalten hätte (§ 131 Abs 1 ASVG). Die Kürzung erfolgt, weil der Verwaltungsaufwand für die Einzelabrechnung von Wahlarztrechnungen ein Vielfaches der gesammelten EDV-Abrechnung von Vertragsärzten beträgt.

Nachstehend finden Sie die aktuellen Erstattungstarife für Wahlarztleistungen:

linkErstattungstarife für Wahlarztleistungen

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Abwicklung

Nach Bezahlung der Honorarnote schicken Sie uns bitte das vollständig ausgefüllte Formular " Antrag auf Kostenerstattung " zusammen mit der Honorarrechnung samt Zahlungsnachweis (Zahlungsbestätigung auf Rechnung oder Zahlungsabschnitt bei Überweisung).

linkFormular "Antrag auf Kostenerstattung" (496.0 KB)

Falls Sie eine Bestätigung für das Finanzamt und/oder eine Privatversicherung benötigen, legen Sie den Unterlagen bitte eine entsprechende Anzahl von Kopien der Honorarnote sowie ein frankiertes und adressiertes Rückkuvert bei.

Aus organisatorischen Gründen und zur Reduzierung des Verwaltungsaufwandes kann die Salzburger Gebietskrankenkasse keine Kopien anfertigen oder aus dem Archiv zur Verfügung stellen.

Bitte geben Sie bei der Antragstellung auf Kostenerstattung neben Ihrer Versicherungsnummer unbedingt auch die Bankverbindung mittels IBAN / BIC sowie den Namen des / der Kontoinhaber/s bekannt, damit die Anweisung des Kostenerstattungsbetrages vorschriftsmäßig durchgeführt werden kann.

Die Anträge werden ausschließlich nach der Reihenfolge des Einlangens bearbeitet. Wir ersuchen Sie, mit Rückfragen so lange zu warten, bis seit Einreichen der Rechnung mehr als 6 Wochen vergangen sind. 

Damit Sie auf Ihrem Bankauszug die Buchungszeile der SGKK erkennen, haben wir Ihnen ein Beispiel zusammengestellt:

weiter zum Beispiel "Buchungszeile"


Info

Hinweis: Mit einer Handysignatur können Sie Bestätigungen über bereits ausbezahlte Kostenerstattungen und Kostenzuschüsse für Ihre eingereichten Wahlarzthonorarnoten (zur Vorlage beim Finanzamt und / oder bei der Privatversicherung) jederzeit auch selbst ausdrucken.