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Generika - seit Jahren bewährt

Die Pharmaindustrie forscht ständig, um neue Medikamente gegen Erkrankungen entwickeln zu können.

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Diese Forschung ist sehr teuer, deshalb wird das Medikament, wenn es auf den Markt kommt, durch ein Patent geschützt (eine Schutzfrist, die Kopien oder Nachahmungen verhindert).

So können andere Pharmafirma das Präparat nicht einfach kopieren – denn die Kosten für die Forschung würde dann nur jene Firma tragen, die das Medikament zuerst entwickelt hat. Der Preis, der für das neu entwickelte Medikament verlangt wird, enthält auch zum Teil die Forschungskosten, die von der Pharmafirma investiert wurden. Die Kosten für eine Packung (zB zur Behandlung von Hepatitis C) können durchaus mehrere tausend Euro betragen – für Betroffene wären diese Medikamente kaum finanzierbar. Die Krankenversicherung stellt den erkrankten Patienten trotz enormer Kosten diese Medikamente zur Verfügung.


Ist der Patentschutz abgelaufen, können andere Pharmafirmen ein Nachahmerpräparat – ein so genanntes Generikum – entwickeln. Sie bauen das Originalmedikament nach: der Wirkstoff ist gleich, lediglich das Aussehen und der Name unterscheiden sich vom Original. Da diese Firma keine Forschung betreiben musste, ist nur ein geringerer Preis gerechtfertigt. Generika sind somit günstiger als die Originalpräparate, der therapeutische Nutzen ist aber der gleiche.

 

Generika sind für die Sozialversicherungsträger sehr wichtig, denn sie helfen, die enormen Kosten für Medikamente etwas zu dämpfen. Patienten erhalten aber weiterhin die notwendige medikamentöse Behandlung. Es kann ohne Qualitätsverluste gespart werden, um finanzielle Mittel zu haben, wenn neue Präparate gegen Krankheiten entwickelt werden, die bisher nicht behandelt werden konnten.