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Reform in der Sozialversicherung

SGKK zu Regierungsplänen: Geld der Salzburger wird aus Salzburg abgezogen 
Zentral geplante Gesundheitsversorgung bedroht Region


Brief liegt auf Holztisch

„Das Geld der Salzburger Versicherten wird abgezogen“, so kommentiert SGKK-Obmann Andreas Huss die heute vorgelegten Pläne der Bundesregierung. Sowohl die Rücklagen als auch die Beitragseinhebung sollen nach Wien wandern, die gesamte Budgethoheit dort angesiedelt sein. Wo regional welche Ärzte oder Therapeuten vorhanden sind, entscheidet ebenfalls diese ÖGK, denn die Gesundheitsplanung soll ausschließlich von einer Zentrale aus geschehen. „Was hier vorgesehen ist, ist ein regionaler Kahlschlag“, erklärt Andreas Huss. „Die Salzburger Versicherten dürfen ihre Beiträge zahlen, was mit diesen passiert, entscheidet aber eine Zentrale in Wien.“ Berechnungen der SGKK zeigen, dass die Vorhaben der Regierung allein in Salzburg bis zu 30 Millionen Euro jährlich weniger für das regionale Gesundheitssystem bedeuten können. Zusätzlich sollen laut Regierungsvorlage rund 100 Millionen Euro Rücklagen der Salzburger Versicherten ebenfalls abgezogen werden (bleiben sollen nur „freie Rücklagen“, die Leistungssicherungsrücklagen sollen abgezogen werden).
 „Mit 30 Millionen Euro jährlich finanzieren wir in Salzburg rund 120 Arztstellen. Wenn wir dieses Geld durch die geplanten Vorhaben nicht mehr bekommen, wissen wir nicht, wie wir die Leistungen für unsere Versicherten aufrecht erhalten können“, ergänzt Huss. 


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