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Zwangs-Zusammenlegung Gebietskrankenkassen: Österreichweit geht man von Fusionskosten in Höhe von 500 Mio. Euro aus.

 Für Salzburg sind das Mehrkosten von 35 Mio. Euro.

Servicezentrum Gesundheit

Während seitens der Regierung seriöse Berechnungsmodelle weiterhin ausbleiben, sind einige Zahlen klar belegt. Die Fusionskosten der 2003 zusammengelegten Pensionsversicherungsanstalten wurden vom Rechnungshof auf rund 200 Mio. Euro berechnet, die Verwaltungskosten sind nach der Zusammenlegung extrem angestiegen.

PVA-Obmann Manfred Anderle warnt in einer jüngsten Aussendung: „Eine Fusion kostet zu Beginn immer Geld und großer Zeitdruck kostet noch mehr Geld.“

SGKK-Obmann Andreas Huss teilt die Befürchtungen: „Wir gehen bei der Gebietskrankenkassen-Zusammenlegung von Fusionskosten um die 500 Mio. Euro aus. Umgelegt auf Salzburg bedeutet das, dass die Salzburger Beitragszahler dafür mit bis zu 35 Mio. Euro aufkommen werden müssen.“

Woher das Geld kommen soll bzw. wo eingespart werden muss, ist noch unklar. „Da die Budgethoheit künftig in der ÖGK-Zentrale sein wird, werden wir darüber in Salzburg nicht bestimmen können. Von der Schließung von Außenstellen bis hin zum Ende von regionalen Vorzeigeprojekten – alles steht derzeit im Raum.“

Einen kleinen Vorgeschmack hinsichtlich Einsparungen und Umschichtungen durch zentrale Entscheidungen gibt es schon: die angekündigte Erhöhung des Privatkrankenanstalten-Finanzierungsfonds, der ausschließlich der Versorgung von Privatpatienten dient, entspricht in Salzburg vier Hausarztstellen.

weiter zur Presseinformation vom 12. Oktober 2018 (42.1 KB)

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