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Ablauf von BGF-Projekten ab 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Das erwartet Sie, wenn Sie in Ihrem Betrieb ein BGF-Projekt starten!

Besprechung_Quelle: SGKK

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Projektablauf

Das BGF-Projekt wird in 6 Stufen durchlaufen:

1. Einrichtung einer Projekt-Steuerungsgruppe

2. Ist-Analyse: mittels Befragung, Krankenstands-Auswertung (wenn Belegschaft >=50)

3. Betrieblicher Gesundheitsbericht

4. Gesundheitszirkel

5. Umsetzungsphase

6. Evaluation: mittels Befragung (analog der Ist-Analyse), Krankenstands-Auswertung (wenn Belegschaft >=50)

Optional: Betrieblicher Projektbericht

 

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Projektmanagementzyklus

Es hat sich bewährt, nach dem klassischen Projektmanagementzyklus vorzugehen. Die Projektinstrumente für Betriebe mit mehr als 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter lassen sich wie folgt definieren:


Ist-Analyse

  • Mitarbeiter-Befragung
    Der Ansatz der betrieblichen Gesundheitsförderung ist eine moderne Unternehmensstrategie, die darauf abzielt, Gesundheitspotentiale zu stärken und Belastungen am Arbeitsplatz vorzubeugen. Bei der Auswahl des Fragebogens ist auf das umfassende Verständnis von BGF Bedacht zu nehmen (beispielsweise: Arbeitsbelastung, Aufgabencharakteristika, organisationale und soziale Ressourcen, Fragen zur subjektiven Gesundheitseinschätzung u.a.).
    Die schriftliche Befragung wird anonym durchgeführt und ist an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gerichtet. 

 

  • Erhebung der Gesundheitsquote („Krankenstands-Analyse“)
    Die Standardauswertung wird Charta- und Gütesiegel-Betrieben seitens der SGKK kostenlos zur Verfügung gestellt. Die Krankenstands-Analyse empfiehlt sich als ergänzende Informationsquelle für Arbeitsmedizinerinnen bzw. Arbeitsmediziner.

 

Gesundheitszirkel (GZ)

Ein Gesundheitszirkel (GZ) besteht aus vier bis acht Mitarbeiterinnen bzw. Mitarbeitern, die bestimmte Bereiche (z.B. Abteilungen) repräsentieren. Im Zentrum steht der Arbeitsalltag der Beschäftigten, Gesundheitspotentiale und arbeitsbedingte Gesundheitsbelastungen werden analysiert.

Ziel ist die Ausarbeitung von Verbesserungsvorschlägen. Es handelt sich um ein moderiertes „Gruppenergebnis“. 


Maßnahmen

Die Ergebnisse der Gesundheitszirkel werden der Projektsteuerungsgruppe (PSG) zur Entscheidung über die Umsetzung von Maßnahmen übermittelt und in einer PSG-Sitzung besprochen/beschlossen. Bei Maßnahmen, die nicht umgesetzt werden, sollte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern kommuniziert werden, warum diese nicht umgesetzt werden.


Evaluation

Im Rahmen der Evaluation können beispielsweise Maßnahmen, Programme und Projekte evaluiert oder auch Ergebnisse im Zeitverlauf überprüft werden.

Die Evaluierung gliedert sich in drei Teile:

  • Ergebnisevaluation: Evaluation von Maßnahmen durch eine zweite Mitarbeiter-Befragung im Rahmen des Projektes
  • Prozessevaluation: während des Gesundheitsförderungsvorhabens; bestehend aus Dokumentation, Gesundheitsbericht u.ä.
  • Strukturevaluation: Dokumentation; Feedback/Reflexion der Projektakteurinnen und -akteure


  Ablauf BGF-Projekt ab 50 Mitarbeiter_Quelle: SGKK




























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Projektziele 

Ihr BGF-Projekt sollte folgende Ziele verfolgen:

  1. Erhebung Gesundheitsressourcen und Gesundheitsbelastungen
  2. Aktive Mitarbeiterbeteiligung an den Umsetzungsmaßnahmen
  3. Nachhaltige Verankerung Betrieblicher Gesundheitsförderung

 

Wir empfehlen, diese drei Grobziele/Mindestanforderungen im Laufe des Projektes jedenfalls noch zu verfeinern. Hilfreich sind dabei eine Zielformulierung nach dem sogenannten „SMART-Prinzip“ sowie Indikatoren, an denen überprüft werden kann, ob ein Ziel erreicht wurde oder nicht.